Zur Sortierung der Posts habe ich den Kalender genutzt. Dieser gewährleistet die richtige Reihenfolge der Reiseroute
24.08.2015 Rückreise über Pau
24.08.2015 Rückreise über Pau
Oben vom Schloßpark kann man die Funiculaire nochmals wunderbar sehen.
Dieses Schloß der Könige von Navarra hätten wir gerne noch näher besichtigt, leider rennt uns die Zeit davon. Unser kurzer Aufenthalt reicht nur für eine Stipvisite und es ist soviel zu sehen, wir gönnen uns noch nicht einmal einen Kaffee, was für uns schon eine große Ausnahme ist.
Dieses Schloß der Könige von Navarra hätten wir gerne noch näher besichtigt, leider rennt uns die Zeit davon. Unser kurzer Aufenthalt reicht nur für eine Stipvisite und es ist soviel zu sehen, wir gönnen uns noch nicht einmal einen Kaffee, was für uns schon eine große Ausnahme ist.
24.08.2015 Rückreise über Pau
Diese Kleinstadt neben der Via Tolosana bzw. dem Voie d'Arles hatten wir nicht auf unserer Reiseroute, nur dem Umstand, daß wir hier umsteigen mußten haben wir diese kleine Stipvisite zu verdanken. In diesem Fall hat sich die Wartezeit mal wirklich gelohnt und hätte gerne länger sein dürfen. Allerdings haben wir nun auch von dem Sightseeing genug und freuen uns auf die Weiterfahrt nach Toulouse.
23.08.2015 Rückreise von Jaca nach Oloron mit Bus und Bahn
Etwas wehmütig nehmen wir Abschied vom Camino und die Zeit des Wartens beginnt. Zuerst warten wir in Jaca auf unseren Zug, der uns nach Canfranc-Estación bringt und wir durch das Zugfenster ein letztes mal die Berge ganz dicht am Fenster haben. Die abenteuerliche Strecke mit diesem Zug ist eine Reise für sich wert. Noch einmal blicken wir in die Bahnhofsruine, bevor wir uns nach dem Bus Richtung Oloron erkundigen.
Abermals warten wir über eine Stunde auf den Bus, der uns nach Oloron bringt und unterwegs die Jakobspilger aufsammelt, die ebenfalls die Tour für dieses Jahr beenden.
In Oloron hätten wir ohne weiteres in den nächsten Zug Richtung Pau steigen können, da wir aber genügend Zeit haben übernachten wir in Oloron und machen einen Abstecher zur dortigen Pilgerherberge.
23.08.2015 Rückreise bis Oloron
Wir haben 2013 Antoine in Kamminke auf dem pommerschen Jakobsweg und somit direkt auf der deutsch-polnischen Grenze getroffen, als diese Strecke von Lithauen bis Kamminke eingeweiht wurde. Er erzählte uns von seinen Ausschilderungen in Frankreich und ich fragte nach der Verbindung von Lourdes zum Somportpass. Er schlug mir dann vor, den neuen Weg über den Col des Moines oder Col du Peyrelue zu gehen, es gäbe dort genügend Unterkünfte - nein, ein Zelt bräuchte ich nicht.
Im Grunde gebe ich ihm Recht, das Zelt haben wir nur auf dem GR10 gebraucht und der Weg ist ja kein Jakobsweg, jedoch nehme ich ab jetzt immer mein Zelt mit. Die Freiheit ist einfach größer und wir konnten so die Tagesetappe halbieren und die Unterkunft vom GR mit nutzen.
Hier an dieser Stelle in Oloron treffen sich die beiden Wege Voie d'Arles GR653 und Voie du Piémont GR78. Allerdings geht der GR78 weiter nach Saint-Jean-Pied-du-Port.
Im Grunde gebe ich ihm Recht, das Zelt haben wir nur auf dem GR10 gebraucht und der Weg ist ja kein Jakobsweg, jedoch nehme ich ab jetzt immer mein Zelt mit. Die Freiheit ist einfach größer und wir konnten so die Tagesetappe halbieren und die Unterkunft vom GR mit nutzen.
Hier an dieser Stelle in Oloron treffen sich die beiden Wege Voie d'Arles GR653 und Voie du Piémont GR78. Allerdings geht der GR78 weiter nach Saint-Jean-Pied-du-Port.
23.08.2015 Oloron Rückreise
In Oloron ist der Jakobsweg allgegenwärtig. Wir stoßen nicht nur auf den Weg aus Arles, auch die Pilgerfreunde sind hier zahlreich.
23.08.2015 Oloron Rückreise
Völlig unerwartet werden wir dort freudestrahlend erwartet, denn wir sind nicht angemeldet. Wir sind die 997 und 998. Pilger in dieser Herberge, die Zahl Tausend soll gebührend gefeiert werden und so genießen wir einen "echten" Camino-Tag, obwohl wir gar nicht mehr auf der "Piste" sind. Es kommt eben immer anders als man denkt!
Auf jeden Fall bekommt der Verein von mir ein Bilderbuch als Dankeschön für diesen wunderschönen Weg, die Ausschilderung und die großartige Fürsorge, eine Kombination, die es nur auf Jakobswegen gibt.
23.08.2015 Oloron Rückreise
Oloron ist aus zwei Dörfern entstanden, auf der einen Seite des Flusses Ste-Croix, auf der anderen Ste-Mairie. Hier haben wir die Kirche Ste-Croix, die aus dem 11. JH. stammt und muslimischen Einschlag hat (gleiche Quelle wie Ste-Mairie).
23.08.2015 Oloron Ste-Croix Rückreise
Tina ist begeistert, als sie in der Kirche Ste-Croix diese kugelförmigen Abbildungen an einer Säule entdeckt, was heute nur noch selten zu finden ist.
23.08.2015 Rückreise Oloron Ste Mairie - Tympanon im Westportal
Im Torbogen des Westportals der Kirche in Oloron Stainte-Mairie
Darin sind "die Greise der Apokalypse" dargestellt, hier als "Gekrönte mit Saiteninstrument". Die Figuren sind aus gelbtonigen Kalkstein. Die Künstler dieser Figuren kamen aus der Region Poitou und heute nimmt man an, daß es sich um einen oder mehrere Wanderarbeiter handelte.
Quelle: Der Jakobsweg in Frankreich, Hirmer Verlag München, Auflage 2008, Seite 200
Darin sind "die Greise der Apokalypse" dargestellt, hier als "Gekrönte mit Saiteninstrument". Die Figuren sind aus gelbtonigen Kalkstein. Die Künstler dieser Figuren kamen aus der Region Poitou und heute nimmt man an, daß es sich um einen oder mehrere Wanderarbeiter handelte.
Quelle: Der Jakobsweg in Frankreich, Hirmer Verlag München, Auflage 2008, Seite 200
22.08.2015 von Santa Cruz bis Puente la Reina de Jaca
Unsere heutige Etappe ist kurz, kurz vor Mittag sind wir in Santa Cilia de Jaca um unsere Sachen aus dem Spint zu holen und am frühen Nachmittag sind wir in Puente la Reina de Jaca, wo wir unsere diesjährige Etappe beenden müssen, weil wir ansonsten unser Flugzeug verpassen. Tina hat die Handwerker zu Hause und ich muss mich leider wieder an meinen Arbeitsplatz begeben. Aber vielleicht sollte ich hier lieber schreiben: ich darf mich wieder an meinen Arbeitsplatz begeben.
22.08.2015 auf dem Weg nach Puente la Reina de Jaca
Tiere, die nicht zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt werden sehen wir so gut wie gar nicht, eine seltene Ausnahme ist hier dieser Schmetterling. Außerdem sehen wir auf dieser Strecke im landschaftlichen Schutzgebiet noch viele kleine Hüpfer, die in die Höhe springen und dann mit den blauen Flügeln schlagen, um kurz darauf wieder zu landen und zum erneuten Sprung anzusetzen. Sie sind viel zu schnell für unsere Kamera und haben die perfekte Tarnung zwischen Sand und Steinen, wenn sie nicht zufällig ihre Flügel ausbreiten.
22.08.2015 auf dem Weg nach Puente la Reina de Jaca
In Frankreich sahen wir hauptsächlich Kühe, Rinder und Pferde, die sich frei auf den häufig nicht eingezäunten Weiden bewegen konnten. Hier in Spanien sind es Schafe, die in großen Herden umherziehen.
Kurz vor dem Dorf hat uns der Aragón wieder. Das riesige Flussbett ist nur in der Mitte mit Wasser gefüllt, ansonsten finden sich dort jede Menge Steine.
Die letzten Kilometer des Weges können wir noch direkt am Bachlauf genießen.
Kurz vor dem Dorf hat uns der Aragón wieder. Das riesige Flussbett ist nur in der Mitte mit Wasser gefüllt, ansonsten finden sich dort jede Menge Steine.
Die letzten Kilometer des Weges können wir noch direkt am Bachlauf genießen.
22.08.2015 kurz vor Puente la Reina de Jaca
Bemerkenswert ist, daß diese Steine auch bei Sturm aufeinander bleiben, sonst hätte dieses Feld in den letzten 10 Jahren nicht so enorm wachsen können.
21.08.2015 Abstecher nach San Juan de la Peña
Diese Adler - oder sind es Geier? kreisen wenn überhaupt nur über den Nationalparks. Das war auf der französischen Seite so, hier in der Sierra San Juan de la Peña.
21.08.2015 Abstecher nach San Juan de la Peña
Der steinige steile Weg ist wieder ganz nach meinem Geschmack. Spätestens jetzt ist Tina restlos davon überzeugt, daß man auch auf einem Jakobsweg Trekking-Stöcke dabei haben sollte. Unsere Hände und Hosenboden kommen an besonders schwierigen Stellen wieder zum Einsatz.
21.08.2015 Abstecher über Santa Cruz de los Serós nach San Juan de la Peña
Das kleine Bergdorf schmiegt sich in die Hügel der Sierra ein und ist erst kurz vor dem Dorfanfang in unserem Blickfeld. Unser Hotel können wir von hier aus noch nicht sehen, es erscheint erst nach der nächsten Kurve. Dieses beliebte Ausflugsziel in Aragonien scheint überregional bekannt zu sein, wir sehen sogar ein deutsches Autokennzeichen.
Der Weg ist wesentlich besser ausgeschildert als wir erhofft hatten. Genau genommen: Genauso gut wie der Hauptweg, nur fehlen hier die nervigen Kilometerangaben. Diese Strecke entspricht genau meinen Erinnerungen, so habe ich den Camino Aragón in meinem Gedächtnis bewahrt. Schade, davon ist leider nur diese Etappe übrig geblieben.
21.08.2015 Abstecher nach San Juan de la Peña
Beim Aufstieg zum Neuen Kloster genießen wir ein letztes Mal den Blick auf die Pyrenäen und ersparen uns den Umweg zum "Balcon de Pyrenées". Wir haben soviele schöne Ausblicke dort oben genossen, jetzt brauchen wir vorrangig Wasser, denn Tina hat mir ihre Ersatzwasserflasche gegeben und ich habe sie bis auf den letzten Tropfen ausgetrunken.
Im neuen Kloster machten wir kurz Pause und kauften uns die Eintrittskarten zum Monasterio. Der Kartenverkäufer empfahl uns den Bus zum Alten Kloster, er drängte uns sogar den Bus zu nehmen, der Weg hinunter sei für Touristen zu gefährlich. Wir schauten etwas empört, aber als wir die Touris dort mit ihren Sommerschühchen und Turnschuhen auf dem Weg herumklettern sahen, konnten wir nur ahnen, daß dort täglich der Krankenwagen vorbeikommt um die verunglückten Wanderer mit verstauchten und gebrochenen Knochen ins Krankenhaus zu fahren.
Unsere Trekking-Stöcke und Wanderschuhe sind hier die große Ausnahme, sind aber für uns hier dringend nötig.
Unsere Trekking-Stöcke und Wanderschuhe sind hier die große Ausnahme, sind aber für uns hier dringend nötig.
21.08.2015 San Juan de la Peña
San Juan de la Peña hat insbesondere seine Berühmtheit durch die zahlreichen Legenden erhalten, der Wahrheitsgehalt lässt sich allerdings genausowenig prüfen wie der in der Jakobuslegende. Dennoch: Ich glaube daran, denn das Kloster liegt versteckt unter dem Berg und war vor neugierigen Blicken schon im Mittelalter geschützt.
Hier wurde angeblich der heilige Gral versteckt und von Tempelrittern bewacht, andere Legenden behaupten, dass es sich um einen Krug aus dem 1. Jahrhundert handelte und das Blut Jesu Christi aufgefangen haben soll, dieser wird mit Jacobus in Verbindung gebracht, welcher ihn nach Spanien brachte.
Etliche biblische Gestalten ranken sich um dieses geschichtsträchtige Bauwerk, welches ein wichtiges Zeugnis im Jakobuskult des Mittelalters ist.
Etliche biblische Gestalten ranken sich um dieses geschichtsträchtige Bauwerk, welches ein wichtiges Zeugnis im Jakobuskult des Mittelalters ist.
21.08.2015 San Juan de la Peña
Dieses Monasterio schmiegt sich elegant unter den Berg und von oben nicht zu sehen. Es war das ideale Versteck im Mittelalter, die in der Höhle versteckte natürliche Quelle sorgte für eine gute Wasserversorgung und unter dem Kloster befinden sich Gruften. Es ist sehr gut vorstellbar, daß hier tatsächlich der heilige Gral versteckt war, auch wenn das Kloster selbst erst im 11. Jahrhundert errichtet wurde.
21.08.2015 auf dem Rückweg nach Santa Cruz de los Seros
Gegen 18:00 machen wir uns auf den Rückweg nach Santa Cruz, wir wollen vor der Dunkelheit im Dorf sein. Wie schon so oft, abwärts geht es wesentlich schneller als aufwärts - wir hätten uns noch eine gute weitere Stunde dort oben gönnen können. Um diese Uhrzeit ist auch die Sonne erträglich. Um die Gegend anzuschauen müssen wir allerdings jedes mal stehen bleiben. Jeder Schritt will achtsam gesetzt werden.
20.08.2015 Jaca bis Santa Cilia de Jaca
Der Weg führte uns heute fast die ganze Zeit in Sichtweite der Straße über steinige Strecken durch die heiße spanische Landschaft. Wir vermissen das frische französische Grün, die herrlichen einsamen Wege ohne Straßenlärm und haben stattdessen brütende Sonne und staubige Wege.
Wir sind schon mittags in der Herberge angekommen und hatten diese für uns ganz allein, können so dieses kleine niedliche Dorf genießen und Pause machen.
Für mich ist heute großer Waschtag, meine Hose muss dringend mal geschrubbt werden, nachdem Herumgerutsche auf dem Boden in Frankreich und schweißtreibenden Tagen hier in Spanien, dieser Tag ist perfekt dafür.
Heute abend in der Herberge sind wir sogar schon 5 !!! Pilger.
Wir sind schon mittags in der Herberge angekommen und hatten diese für uns ganz allein, können so dieses kleine niedliche Dorf genießen und Pause machen.
Für mich ist heute großer Waschtag, meine Hose muss dringend mal geschrubbt werden, nachdem Herumgerutsche auf dem Boden in Frankreich und schweißtreibenden Tagen hier in Spanien, dieser Tag ist perfekt dafür.
Heute abend in der Herberge sind wir sogar schon 5 !!! Pilger.
19.08.2015 Castiello de Jaca vor der Ermita de Jaca
| Castiello de Jaca |
Hier in Castiello de Jaca kreuzen wir den Weitwanderweg GR15 Senda Prepirenaica, der parallel zum GR 10 und GR11 verläuft, aber nicht ganz so anstrengend ist. Gabas steht zwar auf dem Streckenplan dieser Tour, aber leider nicht Formigal, ansonsten wäre das eventuell die Weiterführung des GR108A ab Gabas. Nach weiteren Recherchen zu Hause hat sich herausgestellt, die anschließende Streckenführung verläuft durch das "Valle de Tena".
In Santa Cilia können wir unser Zelt, die Isomatten und Schlafsäcke lassen und so morgen mit leichtem Gepäck zum Kloster laufen.
Insgesamt finden wir hier etliche Hinweise auf den Jakobsweg. Nur die Kilometerhinweise, wie weit es noch bis Santiago ist, nerven allmählich. Seit dem Somportpass zeigt man uns: noch 858 km, 857 km, 856 km, ...
Also rückwärts zählen können wir auch, wir finden das etwas übertrieben. Umso schöner sind die künstlerischen Einfälle der Anwohner vom Weg.
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